Startpage vs. Bing
Startpage ist eine europäische Alternative zu Bing: derselbe Anwendungsfall im Bereich Suche & Internet, mit Hauptsitz in den Niederlanden und unter EU-DSGVO, während Bing (Microsoft) in den Vereinigten Staaten sitzt.
Von der EU-Alternatives-Redaktion EN Zuletzt aktualisiert am
Niederländische Suchmaschine, die Google-Ergebnisse ohne Nutzertracking, Datensammlung oder personalisierte Werbung bereitstellt.
- Gerichtsbarkeit
- EU / EWR
- Maßgebliches Datenschutzrecht
- EU-DSGVO
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Nein
- Open Source
- Nein
- Kostenloser Einstieg
- Ja
Bing ist der einzige andere Suchindex, den jemand im Web-Maßstab verwaltet, und er liefert stillschweigend Ergebnisse an DuckDuckGo, Ecosia und andere, wodurch er in Europa präsenter ist, als sein sichtbarer Marktanteil vermuten lässt. Die europäischen Optionen unten sind nach Funktionsnähe und Relevanz geordnet.
- Gerichtsbarkeit
- Vereinigte Staaten
- DSGVO standardmäßig
- AVV + TIA nötig
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Ja
Startpage vs. Bing im Überblick
| Startpage | Bing | |
|---|---|---|
| Hauptsitz | Niederlande | Vereinigte Staaten |
| Datenrechtsraum | EU / EWR | Vereinigte Staaten |
| Maßgebliches Datenschutzrecht | EU-DSGVO | Auftragsverarbeitungsvertrag + Transferfolgenabschätzung nötig |
| US-CLOUD-Act-Risiko | Nein | Ja |
| Am besten geeignet für | Teams, die Suche & Internet nach europäischen Datenschutzanforderungen brauchen | Teams, die bereits stark im Microsoft-Ökosystem investiert sind |
Startpage passt, wenn …
- du einen Anbieter unter europäischem Datenschutzrecht willst
- die DSGVO oder Datenschutzvorgaben der öffentlichen Hand für dich gelten
- du kostenlos starten und später wachsen willst
- du lieber das europäische Tech-Ökosystem stärkst
Bleib bei Bing, wenn …
- du auf Integrationen angewiesen bist, die es nur im Microsoft-Ökosystem gibt
- für deine Organisation keine Vorgaben zur EU-Datenhaltung gelten
- der Migrationsaufwand die Vorteile der Gerichtsbarkeit derzeit übersteigt
Über Startpage
Startpage liefert Suchergebnisse in Google-Qualität ohne Tracking, ohne Profiling und ohne IP-Protokollierung und fungiert als privater Proxy zwischen Nutzern und dem weltweit größten Suchindex. Bei jeder Abfrage werden identifizierende Metadaten entfernt, bevor sie die Startpage-Server verlässt, sodass die Ergebnisse relevant bleiben, während der Suchverlauf nicht in die Datenbanken von Werbetreibenden und Brokern gelangt.
Das Produkt kombiniert eine private Suchmaschine, einen One-Click-Proxy für die anonyme Ansicht, der jedes Ergebnis öffnet, ohne den Browser des Benutzers offenzulegen, und ein privates E-Mail-Angebot. Standardmäßig werden keine Cookies gesetzt, keine personenbezogenen Daten verkauft und das Unternehmen ist seit über einem Jahrzehnt unter dem Europäischen Datenschutzsiegel (EuroPriSe) geprüft und zertifiziert.
Hauptvorteile:
- Private Ergebnisse in Google-Qualität ohne Tracking, Profiling oder IP-Protokolle
- Anonyme Ansicht öffnet Ergebnisseiten über einen integrierten Datenschutz-Proxy
- Keine verhaltensbezogene Werbung, da nie ein Benutzerprofil erstellt wird
- EuroPriSe-zertifiziert, unabhängig geprüftes Europäisches Datenschutzsiegel
- Startpage-E-Mail bietet Aliasing und private Posteingänge für Anmeldungen
- Funktioniert überall über Browsererweiterungen und mobile Apps
Startpage hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden und arbeitet vollständig nach europäischem Datenschutzrecht, mit in der EU gehosteten Servern und vollständiger DSGVO-Konformität. Das Unternehmen verfügt über die EuroPriSe-Zertifizierung und unterliegt nicht dem US CLOUD Act, was es zu einer wirklich souveränen Alternative zu Google Search, Bing und anderen in den USA ansässigen Suchmaschinen macht.
Ideal für datenschutzbewusste Benutzer, Journalisten, Forscher und EU-Organisationen, die eine genaue Suche benötigen, ohne Abfragedaten an Werbeplattformen oder ausländische Geheimdienstsysteme weiterzugeben.
Warum Startpage statt Bing?
Das entscheidende Argument ist die Gerichtsbarkeit. Bing hat seinen Hauptsitz in den Vereinigten Staaten. Personenbezogene Daten, die dort verarbeitet werden, können damit unter nicht-europäisches Recht fallen: den US-CLOUD-Act, FISA 702 oder je nach Anbieter vergleichbare Gesetze. Seit dem Schrems II-Urteil von 2020 müssen EU-Organisationen für jeden solchen Datentransfer eine Transferfolgenabschätzung durchführen.
Startpage nimmt dir diesen Aufwand ab. Als Anbieter aus den Niederlanden unterliegt es EU-DSGVO, und die Daten bleiben standardmäßig im EU/EWR-Raum. Für regulierte Bereiche wie Gesundheit, öffentliche Verwaltung und Finanzen ist das keine Kür, sondern Vorgabe. Für alle anderen ist es eine Versicherung gegen Klumpenrisiko: Du hängst nicht von einer einzigen Rechtsordnung ab, die ihre Regeln ohne Vorwarnung ändern kann.