Send vs. WeTransfer
Send ist eine europäische Alternative zu WeTransfer: derselbe Anwendungsfall im Bereich Cloud & Hosting, mit Hauptsitz in den Niederlanden und unter EU-DSGVO, während WeTransfer (Bending Spoons) in den Niederlanden sitzt.
Von der EU-Alternatives-Redaktion EN Zuletzt aktualisiert am
Niederländischer Dienst für verschlüsselte Dateien mit automatisch ablaufenden Links, damit Inhalte nicht dauerhaft online bleiben.
- Gerichtsbarkeit
- EU / EWR
- Maßgebliches Datenschutzrecht
- EU-DSGVO
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Nein
- Open Source
- Ja
- Kostenloser Einstieg
- Nein
WeTransfer ist bereits ein europäischer Dienst mit Sitz in Amsterdam und italienischem Eigentümer. Ein Wechsel lohnt sich deshalb weniger wegen der Jurisdiktion als wegen größerer kostenloser Transfers, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, längerer Verfügbarkeit oder direkter Peer-to-Peer-Übertragung.
- Gerichtsbarkeit
- EU / EWR
- DSGVO standardmäßig
- Ja
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Nein
Send vs. WeTransfer im Überblick
| Send | WeTransfer | |
|---|---|---|
| Hauptsitz | Niederlande | Niederlande |
| Datenrechtsraum | EU / EWR | EU / EWR |
| Maßgebliches Datenschutzrecht | EU-DSGVO | EU-DSGVO |
| US-CLOUD-Act-Risiko | Nein | Nein |
| Am besten geeignet für | Teams, die bei Cloud & Hosting anders abwägen wollen: Preis, Offenheit, Funktionsumfang | Teams, die bereits stark im Bending Spoons-Ökosystem investiert sind |
Send passt, wenn …
- dir offener Quellcode und Selbst-Hosting wichtig sind
- du lieber das europäische Tech-Ökosystem stärkst
Bleib bei WeTransfer, wenn …
- du auf Integrationen angewiesen bist, die es nur im Bending Spoons-Ökosystem gibt
- der Migrationsaufwand die Vorteile bei Funktionen und Preis derzeit übersteigt
Über Send
Send ist ein kostenloser, quelloffener, Ende-zu-Ende-verschlüsselter Dateifreigabedienst, der das Erbe des eingestellten Firefox Send fortführt, vom niederländischen Entwickler Tim Visée verwaltet wird und von jedem in seiner eigenen Infrastruktur bereitgestellt werden kann. Es bietet Benutzern und Organisationen ein einfaches Link-basiertes Übertragungstool, bei dem weder der Hosting-Server noch der Entwickler den Dateiinhalt lesen können.
Dateien werden im Browser mit AES-256-GCM verschlüsselt, bevor sie hochgeladen werden, und der Entschlüsselungsschlüssel befindet sich nur im Freigabelink, niemals auf dem Server. Absender wählen Ablaufregeln nach Anzahl der Downloads oder Zeitfenster, fügen optional ein Passwort hinzu und der verschlüsselte Blob wird automatisch gelöscht, sobald der Link abläuft oder alle Downloads verbraucht sind.
Hauptvorteile:
- Browserseitige End-to-End-Verschlüsselung hält Dateiinhalte für den Server unsichtbar
- Firefox Send kompatibel mit der bekannten UX, die Mozilla im Jahr 2020 eingestellt hat
- Selbsthostbar unter der Mozilla Public License auf jeder Docker-fähigen Infrastruktur
- Passwortschutz und Download-Limit-Kontrollen verschärfen zusätzlich zur Verschlüsselung den Zugriff
- Automatisch ablaufende Links minimieren die Datenaufbewahrung für sensible Übertragungen
- Kein Konto erforderlich, daher öffnen Absender einfach die Seite und legen eine Datei ab
Die Flaggschiff-Instanz bei send.vis.ee wird in der Europäischen Union gehostet und von einem einzelnen in der EU ansässigen Betreuer betrieben, wobei die DSGVO der Standardbetriebskontext ist. Organisationen können ihre Daten selbst auf ihren eigenen europäischen Servern hosten, um vollständige Datensouveränität zu gewährleisten.
Ideal für datenschutzbewusste Einzelpersonen, kleine Teams und technische Organisationen, die eine transparente Open-Source-Alternative zu WeTransfer wünschen, die sie in ihrem eigenen Netzwerk prüfen, forken oder hosten können.
Warum Send statt WeTransfer?
Die Gerichtsbarkeit ist hier nicht das Argument: WeTransfer hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden, beide Produkte unterliegen also europäischem Datenschutzrecht. Was sie trennt, sind Preis, Offenheit, Funktionstiefe und die Frage, wie viel europäisches Ökosystem du stärken willst.
Send steht auf derselben Seite dieser Linie. Als Anbieter aus den Niederlanden unterliegt es EU-DSGVO, und die Daten bleiben standardmäßig im EU/EWR-Raum. Für regulierte Bereiche wie Gesundheit, öffentliche Verwaltung und Finanzen ist das keine Kür, sondern Vorgabe. Für alle anderen ist es eine Versicherung gegen Klumpenrisiko: Du hängst nicht von einer einzigen Rechtsordnung ab, die ihre Regeln ohne Vorwarnung ändern kann.