Piwigo vs. Google Photos
Piwigo ist eine europäische Alternative zu Google Photos: derselbe Anwendungsfall im Bereich Inhalte & Medien, mit Hauptsitz in Frankreich und unter EU-DSGVO, während Google Photos (Google) in den Vereinigten Staaten sitzt.
Von der EU-Alternatives-Redaktion EN Zuletzt aktualisiert am
Französische Open-Source-Fotoverwaltung mit verschachtelten Alben, detaillierten Rechten, mehr als 200 Erweiterungen und Self-Hosting oder Managed Cloud.
- Gerichtsbarkeit
- EU / EWR
- Maßgebliches Datenschutzrecht
- EU-DSGVO
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Nein
- Open Source
- Ja
- Kostenloser Einstieg
- Ja
Google Photos macht Bilder durch automatische Analyse leicht durchsuchbar, verarbeitet sie dafür aber auf Googles Infrastruktur. Europäische Alternativen bieten selbst gehostete Fotobibliotheken, Ende-zu-Ende-verschlüsselte Backups oder private Familienalben ohne Werbung und Empfehlungsalgorithmus.
- Gerichtsbarkeit
- Vereinigte Staaten
- DSGVO standardmäßig
- AVV + TIA nötig
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Ja
Piwigo vs. Google Photos im Überblick
| Piwigo | Google Photos | |
|---|---|---|
| Hauptsitz | Frankreich | Vereinigte Staaten |
| Datenrechtsraum | EU / EWR | Vereinigte Staaten |
| Maßgebliches Datenschutzrecht | EU-DSGVO | Auftragsverarbeitungsvertrag + Transferfolgenabschätzung nötig |
| US-CLOUD-Act-Risiko | Nein | Ja |
| Am besten geeignet für | Teams, die Inhalte & Medien nach europäischen Datenschutzanforderungen brauchen | Teams, die bereits stark im Google-Ökosystem investiert sind |
Piwigo passt, wenn …
- du einen Anbieter unter europäischem Datenschutzrecht willst
- die DSGVO oder Datenschutzvorgaben der öffentlichen Hand für dich gelten
- du kostenlos starten und später wachsen willst
- dir offener Quellcode und Selbst-Hosting wichtig sind
- du lieber das europäische Tech-Ökosystem stärkst
Bleib bei Google Photos, wenn …
- du auf Integrationen angewiesen bist, die es nur im Google-Ökosystem gibt
- für deine Organisation keine Vorgaben zur EU-Datenhaltung gelten
- der Migrationsaufwand die Vorteile der Gerichtsbarkeit derzeit übersteigt
Über Piwigo
Piwigo ist eine französische Open-Source-Fotomanagement-Plattform, die seit 2002 Fotosammlungen organisiert, von Familienarchiven bis hin zu institutionellen Bibliotheken mit Hunderttausenden Bildern. Albumhierarchien, Stapelverwaltung und granulare Berechtigungen pro Benutzer und Gruppe machen es für eine Familie und ein Museum gleichermaßen geeignet.
Führen Sie es auf zwei Arten aus: Hosten Sie den GPL-Code kostenlos selbst oder nutzen Sie die verwaltete Cloud, die laut Piwigo in Europa entwickelt und gehostet wird. Über Fotos hinaus verarbeitet es Videos, Audio und Dokumente und dient effektiv als leichter Manager für digitale Assets. Ein Ökosystem aus 200+ Plugins und Themes passt es an nahezu jeden Arbeitsablauf an.
Hauptvorteile:
- Albumhierarchien, die bei Hunderttausenden Fotos navigierbar bleiben
- Detaillierte Berechtigungen, die genau steuern, wer welche Alben sieht
- Stapelverwaltung zum Markieren, Verschieben und Bearbeiten im großen Maßstab
- Über 200 Plugins und Themes zur individuellen Anpassung ohne Forking
- Videos, Audio und Dokumente werden neben Fotos unterstützt
- Webbasiert mit mobilen Apps zum Durchsuchen und Hochladen
- Kostenlose selbst gehostete Version unter GPL oder verwaltete europäische Cloud
Piwigo wird von PigoLabs SAS mit Sitz in der Region Nantes, Frankreich betrieben, mit Cloud-Hosting in Europa und Kunden wie BNP Paribas und Thomas Cook. Zwei Jahrzehnte kontinuierlicher Weiterentwicklung machen es zu einer der kampferprobten Google Fotos-Alternativen in Europa.
Ideal für Familien, Vereine und Organisationen, die ihre Fotobibliothek auf europäischem Boden haben möchten, selbst gehostet oder verwaltet.
Warum Piwigo statt Google Photos?
Das entscheidende Argument ist die Gerichtsbarkeit. Google Photos hat seinen Hauptsitz in den Vereinigten Staaten. Personenbezogene Daten, die dort verarbeitet werden, können damit unter nicht-europäisches Recht fallen: den US-CLOUD-Act, FISA 702 oder je nach Anbieter vergleichbare Gesetze. Seit dem Schrems II-Urteil von 2020 müssen EU-Organisationen für jeden solchen Datentransfer eine Transferfolgenabschätzung durchführen.
Piwigo nimmt dir diesen Aufwand ab. Als Anbieter aus Frankreich unterliegt es EU-DSGVO, und die Daten bleiben standardmäßig im EU/EWR-Raum. Für regulierte Bereiche wie Gesundheit, öffentliche Verwaltung und Finanzen ist das keine Kür, sondern Vorgabe. Für alle anderen ist es eine Versicherung gegen Klumpenrisiko: Du hängst nicht von einer einzigen Rechtsordnung ab, die ihre Regeln ohne Vorwarnung ändern kann.