Ohhi vs. Instagram
Ohhi ist eine europäische Alternative zu Instagram: derselbe Anwendungsfall im Bereich Inhalte & Medien, mit Hauptsitz in den Niederlanden und unter EU-DSGVO, während Instagram (Meta) in den Vereinigten Staaten sitzt.
Von der EU-Alternatives-Redaktion EN Zuletzt aktualisiert am
Niederländisches privates Netzwerk zum Teilen von Fotos und Videos in eingeladenen Kreisen, mit chronologischer Timeline, ohne Werbung und Algorithmus.
- Gerichtsbarkeit
- EU / EWR
- Maßgebliches Datenschutzrecht
- EU-DSGVO
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Nein
- Open Source
- Nein
- Kostenloser Einstieg
- Ja
Instagram optimiert Fotos und Videos für algorithmische Reichweite und werbefinanziertes Engagement. Europäische Alternativen sind kleiner, schaffen dafür privatere Kreise, chronologische Timelines oder einen bewussteren Umgang mit spontanen Momenten.
- Gerichtsbarkeit
- Vereinigte Staaten
- DSGVO standardmäßig
- AVV + TIA nötig
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Ja
Ohhi vs. Instagram im Überblick
| Ohhi | ||
|---|---|---|
| Hauptsitz | Niederlande | Vereinigte Staaten |
| Datenrechtsraum | EU / EWR | Vereinigte Staaten |
| Maßgebliches Datenschutzrecht | EU-DSGVO | Auftragsverarbeitungsvertrag + Transferfolgenabschätzung nötig |
| US-CLOUD-Act-Risiko | Nein | Ja |
| Am besten geeignet für | Teams, die Inhalte & Medien nach europäischen Datenschutzanforderungen brauchen | Teams, die bereits stark im Meta-Ökosystem investiert sind |
Ohhi passt, wenn …
- du einen Anbieter unter europäischem Datenschutzrecht willst
- die DSGVO oder Datenschutzvorgaben der öffentlichen Hand für dich gelten
- du kostenlos starten und später wachsen willst
- du lieber das europäische Tech-Ökosystem stärkst
Bleib bei Instagram, wenn …
- du auf Integrationen angewiesen bist, die es nur im Meta-Ökosystem gibt
- für deine Organisation keine Vorgaben zur EU-Datenhaltung gelten
- der Migrationsaufwand die Vorteile der Gerichtsbarkeit derzeit übersteigt
Über Ohhi
Ohhi ist ein privates Foto- und Videonetzwerk für Familie und Freunde, in dem nur die Personen, die Sie einladen, sehen können, was Sie teilen. Es gibt keine Follower, keine öffentlichen Profile und keinen Empfehlungsalgorithmus: Die Timeline läuft in Ordnung und zeigt den eigenen Kreis, sonst nichts. Das Anschauen und Reagieren bleibt weiterhin kostenlos, sodass auch Angehörige kostenlos beitreten können.
Fotos werden in Ordnern und Alben mit Rollen pro Person abgelegt, von „Nur ansehen“ über „Mitwirken“ bis „Verwalten“, und jeder kommentiert und reagiert an Ort und Stelle. Reiseordner legen einen Feiertag Tag für Tag und auf einer Karte dar, und die optionale Gesichtsgruppierung läuft auf Ohhis eigenen Servern und nicht auf einer externen KI-API.
Hauptvorteile:
- Kreise nur auf Einladung, damit kein Follower, Fremder oder Ranking-Algorithmus Ihre Fotos erreicht
- Alben mit Rollen, die „Nur ansehen“, „Mitwirken“ und „Verwalten des Zugriffs pro Person“ abdecken
- Kostenlose Anzeige und Reaktion, sodass die Familie ohne Abschluss eines Abonnements beitreten kann
- Ein Plan für sechs Konten, der von Eltern, Kindern und Großeltern geteilt wird
- Opt-in-Gesichtsgruppierung wird in Ohhis eigener Umgebung verarbeitet, niemals über eine externe KI-API
- Reisen auf einer Karte, erstellt aus Ihren eigenen Fotokoordinaten, Ortsnamen im Haus aufgelöst
- Native iOS- und Android-Apps zum direkten Hochladen vom Telefon sowie eine Browserbibliothek
Ohhi wird von der Geraedts Holding B.V. aus Nijmegen in den Niederlanden nach niederländischem Recht und der DSGVO betrieben. Fotos und Videos werden bei Hetzner in Deutschland und Finnland gespeichert, über Bunny CDN in Slowenien geliefert und über Mollie in Amsterdam abgerechnet. Das Unternehmen verpflichtet sich schriftlich dazu, keine Werbung zu schalten, keine Tracking-Cookies zu verwenden, keine Analysen von Drittanbietern durchzuführen und keine KI-Schulungen zu Benutzerinhalten durchzuführen.
Bezahlte Tarife kosten zwischen 6 und 149 Euro pro Jahr. Ohhi baut bewusst keine öffentlichen Seiten, Gruppen oder Marktplätze auf.
Warum Ohhi statt Instagram?
Das entscheidende Argument ist die Gerichtsbarkeit. Instagram hat seinen Hauptsitz in den Vereinigten Staaten. Personenbezogene Daten, die dort verarbeitet werden, können damit unter nicht-europäisches Recht fallen: den US-CLOUD-Act, FISA 702 oder je nach Anbieter vergleichbare Gesetze. Seit dem Schrems II-Urteil von 2020 müssen EU-Organisationen für jeden solchen Datentransfer eine Transferfolgenabschätzung durchführen.
Ohhi nimmt dir diesen Aufwand ab. Als Anbieter aus den Niederlanden unterliegt es EU-DSGVO, und die Daten bleiben standardmäßig im EU/EWR-Raum. Für regulierte Bereiche wie Gesundheit, öffentliche Verwaltung und Finanzen ist das keine Kür, sondern Vorgabe. Für alle anderen ist es eine Versicherung gegen Klumpenrisiko: Du hängst nicht von einer einzigen Rechtsordnung ab, die ihre Regeln ohne Vorwarnung ändern kann.