Kirby vs. WordPress
Kirby ist eine europäische Alternative zu WordPress: derselbe Anwendungsfall im Bereich Entwicklungswerkzeuge, mit Hauptsitz in Deutschland und unter EU-DSGVO, während WordPress in den Vereinigten Staaten sitzt.
Von der EU-Alternatives-Redaktion EN Zuletzt aktualisiert am
Deutsches dateibasiertes CMS mit einem vollständig anpassbaren Admin-Panel und keiner Datenbank erforderlich.
- Gerichtsbarkeit
- EU / EWR
- Maßgebliches Datenschutzrecht
- EU-DSGVO
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Nein
- Open Source
- Nein
- Kostenloser Einstieg
- Nein
WordPress betreibt mehr als 43 % des Webs auf PHP und MariaDB und sein Plugin-Ökosystem sorgt dafür, dass die Leute noch lange dabei bleiben, nachdem sie dem Editor entwachsen sind. Die europäischen Optionen unten sind nach Funktionsnähe und Relevanz geordnet.
- Gerichtsbarkeit
- Vereinigte Staaten
- DSGVO standardmäßig
- AVV + TIA nötig
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Ja
Kirby vs. WordPress im Überblick
| Kirby | WordPress | |
|---|---|---|
| Hauptsitz | Deutschland | Vereinigte Staaten |
| Datenrechtsraum | EU / EWR | Vereinigte Staaten |
| Maßgebliches Datenschutzrecht | EU-DSGVO | Auftragsverarbeitungsvertrag + Transferfolgenabschätzung nötig |
| US-CLOUD-Act-Risiko | Nein | Ja |
| Am besten geeignet für | Teams, die Entwicklungswerkzeuge nach europäischen Datenschutzanforderungen brauchen | Teams, die bereits stark im WordPress-Ökosystem investiert sind |
Kirby passt, wenn …
- du einen Anbieter unter europäischem Datenschutzrecht willst
- die DSGVO oder Datenschutzvorgaben der öffentlichen Hand für dich gelten
- du lieber das europäische Tech-Ökosystem stärkst
Bleib bei WordPress, wenn …
- du auf Integrationen angewiesen bist, die es nur im WordPress-Ökosystem gibt
- für deine Organisation keine Vorgaben zur EU-Datenhaltung gelten
- der Migrationsaufwand die Vorteile der Gerichtsbarkeit derzeit übersteigt
Über Kirby
Kirby ist ein deutsches dateibasiertes CMS, das Inhalte in einfachen Dateien und Ordnern speichert, ohne dass eine Datenbank installiert, gesichert oder beschädigt werden muss. Websites werden durch Kopieren von Dateien bereitgestellt, sauber in Git versioniert und bleiben unter Last schnell, weshalb Designer und Entwickler sie seit 2012 zu einem stillen Favoriten gemacht haben.
Das Admin-Panel ist über Blueprints vollständig anpassbar: Redakteure sehen genau die Felder, die ihr Inhalt benötigt, mehr nicht. Kirby rendert über klassisches PHP-Templating oder läuft headless über seine API, und ein umfangreiches Plugin-Ökosystem erweitert beides. Die Lizenzierung ist erfrischend einfach: eine einmalige Zahlung pro Site, drei Jahre Updates, kein Abonnement.
Hauptvorteile:
- Keine Datenbank, der Inhalt befindet sich in Dateien und Ordnern, die Sie in Git versionieren können
- Anpassbares Panel mit Blaupausen, die die genaue Bearbeitungsoberfläche gestalten
- Kopflose oder vorlagenbasierte Ausgabe desselben Inhalts
- Einmalige Lizenz von 99 Euro pro Site, keine Abonnementbindung
- Unbegrenzte kostenlose lokale Installationen für Entwicklung und Staging
- Plugin-Ökosystem mit offiziellem Verzeichnis und stabilen APIs
- Kostenlose Lizenzen für Studierende, Lehrkräfte und ausgewählte Vorzeigeprojekte
Kirby wird von der Content Folder GmbH & Co. KG in der Nähe von Heidelberg, Deutschland entwickelt und trägt stolz das Markenzeichen „Made in Europe“. Da es sich um ein selbst gehostetes Produkt handelt, gelangen Ihre Inhalte niemals in die Cloud eines Drittanbieters und die Quelle ist öffentlich überprüfbar, auch wenn die Lizenz kommerziell ist.
Ideal für Designstudios und Entwickler, die WordPress auf Kundenseiten ersetzen, die Geschwindigkeit, saubere Inhaltsmodellierung und keine Datenbankwartung benötigen.
Warum Kirby statt WordPress?
Das entscheidende Argument ist die Gerichtsbarkeit. WordPress hat seinen Hauptsitz in den Vereinigten Staaten. Personenbezogene Daten, die dort verarbeitet werden, können damit unter nicht-europäisches Recht fallen: den US-CLOUD-Act, FISA 702 oder je nach Anbieter vergleichbare Gesetze. Seit dem Schrems II-Urteil von 2020 müssen EU-Organisationen für jeden solchen Datentransfer eine Transferfolgenabschätzung durchführen.
Kirby nimmt dir diesen Aufwand ab. Als Anbieter aus Deutschland unterliegt es EU-DSGVO, und die Daten bleiben standardmäßig im EU/EWR-Raum. Für regulierte Bereiche wie Gesundheit, öffentliche Verwaltung und Finanzen ist das keine Kür, sondern Vorgabe. Für alle anderen ist es eine Versicherung gegen Klumpenrisiko: Du hängst nicht von einer einzigen Rechtsordnung ab, die ihre Regeln ohne Vorwarnung ändern kann.