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Passbolt vs. Bitwarden

Passbolt ist eine europäische Alternative zu Bitwarden: derselbe Anwendungsfall im Bereich Passwortmanager, mit Hauptsitz in Luxemburg und unter EU-DSGVO, während Bitwarden (Bitwarden, Inc.) in den Vereinigten Staaten sitzt.

Von der EU-Alternatives-Redaktion EN Zuletzt aktualisiert am

Europäische Alternative
Passbolt-Logo
Passbolt
Luxemburg

Luxemburgischer Open-Source-Passwort-Manager für Teams und Unternehmen.

Gerichtsbarkeit
EU / EWR
Maßgebliches Datenschutzrecht
EU-DSGVO
US-CLOUD-Act-Risiko
Nein
Open Source
Ja
Kostenloser Einstieg
Ja
Nicht-EU
Bitwarden
Bitwarden, Inc. · Vereinigte Staaten

Bitwarden hat sich seine Anhängerschaft dadurch erworben, dass es Open Source ist, von unabhängigen Prüfern geprüft wird und gleichzeitig einfach genug für einen ganzen Haushalt bleibt. Die kostenlose Version umfasst unbegrenzte Passwörter auf allen Geräten. Die europäischen Optionen unten sind nach Funktionsnähe und Relevanz geordnet.

Gerichtsbarkeit
Vereinigte Staaten
DSGVO standardmäßig
AVV + TIA nötig
US-CLOUD-Act-Risiko
Ja
Alle europäischen Alternativen zu Bitwarden

Passbolt vs. Bitwarden im Überblick

Passbolt Bitwarden
Hauptsitz Luxemburg Vereinigte Staaten
Datenrechtsraum EU / EWR Vereinigte Staaten
Maßgebliches Datenschutzrecht EU-DSGVO Auftragsverarbeitungsvertrag + Transferfolgenabschätzung nötig
US-CLOUD-Act-Risiko Nein Ja
Am besten geeignet für Teams, die Passwortmanager nach europäischen Datenschutzanforderungen brauchen Teams, die bereits stark im Bitwarden, Inc.-Ökosystem investiert sind

Passbolt passt, wenn …

  • du einen Anbieter unter europäischem Datenschutzrecht willst
  • die DSGVO oder Datenschutzvorgaben der öffentlichen Hand für dich gelten
  • du kostenlos starten und später wachsen willst
  • dir offener Quellcode und Selbst-Hosting wichtig sind
  • du lieber das europäische Tech-Ökosystem stärkst

Bleib bei Bitwarden, wenn …

  • du auf Integrationen angewiesen bist, die es nur im Bitwarden, Inc.-Ökosystem gibt
  • für deine Organisation keine Vorgaben zur EU-Datenhaltung gelten
  • der Migrationsaufwand die Vorteile der Gerichtsbarkeit derzeit übersteigt

Über Passbolt

Passbolt ist ein in Luxemburg ansässiger Open-Source-Passwort- und Secrets-Manager, der für Teams entwickelt wurde. Durch die End-to-End-Verschlüsselung mit öffentlichen Schlüsseln verbleiben private Schlüssel auf den Benutzergeräten und passieren niemals den Server. Dies bietet Unternehmen nachweisbare Sicherheit, selbst wenn die Host-Infrastruktur gefährdet ist.

Stellen Sie über Docker, Kubernetes oder native Pakete für Ubuntu, Debian und RHEL bereit oder nutzen Sie die in Europa gehostete Passbolt Cloud. Eine vollständige REST-API und CLI ermöglichen die Integration mit CI/CD-Pipelines, LDAP-Verzeichnissen und SAML-Identitätsanbietern, wodurch die Rotation von Anmeldeinformationen und die automatisierte Bereitstellung Teil der Bereitstellungspipeline werden.

Hauptvorteile:

  • End-to-End-Verschlüsselung mit privaten Schlüsseln, die das Gerät des Benutzers niemals verlassen
  • Detaillierte Freigabe einzelner Anmeldeinformationen oder ganzer Ordner mit rollenbasierten Berechtigungen
  • Selbsthosting auf Docker, Kubernetes, Ubuntu, Debian oder RHEL mit vollständigen Prüfprotokollen
  • Browsererweiterungen für Chrome, Firefox, Safari und Edge mit automatischem Ausfüllen und Speichern
  • CLI und API für den automatisierten Abruf von Secrets und die Integration in CI/CD-Pipelines
  • Sofortiger kryptografischer Widerruf, wenn Teammitglieder das Team verlassen oder den Zugriff verlieren
  • SOC 2 Typ II geprüft mit öffentlich zugänglichen Sicherheitsberichten Dritter

Passbolt Cloud wird ausschließlich in Europa gehostet und die Open-Source-Community Edition kann auf jeder Infrastruktur selbst gehostet werden. Dadurch erhalten Teams vollständige DSGVO-konforme Kontrolle darüber, wo sich Anmeldeinformationen befinden. Passbolt hat seinen Hauptsitz in Luxemburg und veröffentlicht alle Sicherheitsauditberichte öffentlich.

Über 50.000 Organisationen vertrauen darauf, darunter Bosch, das französische Innenministerium, GLS sowie mehrere europäische Universitäten und öffentliche Einrichtungen.

Warum Passbolt statt Bitwarden?

Das entscheidende Argument ist die Gerichtsbarkeit. Bitwarden hat seinen Hauptsitz in den Vereinigten Staaten. Personenbezogene Daten, die dort verarbeitet werden, können damit unter nicht-europäisches Recht fallen: den US-CLOUD-Act, FISA 702 oder je nach Anbieter vergleichbare Gesetze. Seit dem Schrems II-Urteil von 2020 müssen EU-Organisationen für jeden solchen Datentransfer eine Transferfolgenabschätzung durchführen.

Passbolt nimmt dir diesen Aufwand ab. Als Anbieter aus Luxemburg unterliegt es EU-DSGVO, und die Daten bleiben standardmäßig im EU/EWR-Raum. Für regulierte Bereiche wie Gesundheit, öffentliche Verwaltung und Finanzen ist das keine Kür, sondern Vorgabe. Für alle anderen ist es eine Versicherung gegen Klumpenrisiko: Du hängst nicht von einer einzigen Rechtsordnung ab, die ihre Regeln ohne Vorwarnung ändern kann.

Häufig gestellte Fragen

Ist Passbolt eine gute Alternative zu Bitwarden?
Ja. Passbolt gehört in unserem Verzeichnis zu den bestplatzierten europäischen Alternativen zu Bitwarden und deckt denselben Anwendungsfall im Bereich Passwortmanager ab. Der Hauptsitz liegt in Luxemburg, wo EU-DSGVO gilt.
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Passbolt und Bitwarden?
Der größte Unterschied ist die Gerichtsbarkeit: Passbolt sitzt in Luxemburg, wo EU-DSGVO gilt, während Bitwarden seinen Hauptsitz in den Vereinigten Staaten hat und Daten außerhalb Europas übermitteln kann. Für regulierte Branchen und für Organisationen, die sich an Schrems II orientieren, entscheidet dieser Unterschied.
Ist Passbolt DSGVO-konform?
Passbolt sitzt in Luxemburg, wo EU-DSGVO gilt. Prüfe als EU-Kunde trotzdem Hosting und Unterauftragsverarbeiter des Anbieters, der Dienst ist aber auf europäische Datenschutzanforderungen ausgelegt.
Wie wechsle ich von Bitwarden zu Passbolt?
Exportiere zuerst deine Daten aus Bitwarden, die meisten Anbieter bieten dafür einen Export in den Einstellungen. Importiere sie anschließend über die Import-Funktion oder die Migrationsanleitung von Passbolt. Wer beide Dienste eine Woche parallel betreibt, findet Lücken bei Funktionen und Abläufen, bevor er endgültig umzieht.

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