OpenCage vs. Google Geocoding
OpenCage ist eine europäische Alternative zu Google Geocoding: derselbe Anwendungsfall im Bereich Suche & Internet, mit Hauptsitz in Deutschland und unter EU-DSGVO, während Google Geocoding (Google) in den Vereinigten Staaten sitzt.
Von der EU-Alternatives-Redaktion EN Zuletzt aktualisiert am
Geokodierungs-API aus Münster, das OpenStreetMap und über 30 offene Datensätze aggregiert: Vorwärts- und Rückwärtssuchen mit Konfidenzwerten, Zeitzonen- und Währungsdaten, gehostet in Deutschland gemäß DSGVO.
- Gerichtsbarkeit
- EU / EWR
- Maßgebliches Datenschutzrecht
- EU-DSGVO
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Nein
- Open Source
- Nein
- Kostenloser Einstieg
- Nein
Bei einem Wechsel von Google Geocoding zählen vor allem Funktionsumfang, Datenmigration und Betriebsmodell. Die Umwandlung von Adressen in Koordinaten mit der Geocoding-API von Google ist der Weg des geringsten Widerstands, und die Adressdaten sind in den meisten Ländern immer noch unerreicht. Die europäischen Optionen unten sind nach Funktionsnähe und Relevanz geordnet.
- Gerichtsbarkeit
- Vereinigte Staaten
- DSGVO standardmäßig
- AVV + TIA nötig
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Ja
OpenCage vs. Google Geocoding im Überblick
| OpenCage | Google Geocoding | |
|---|---|---|
| Hauptsitz | Deutschland | Vereinigte Staaten |
| Datenrechtsraum | EU / EWR | Vereinigte Staaten |
| Maßgebliches Datenschutzrecht | EU-DSGVO | Auftragsverarbeitungsvertrag + Transferfolgenabschätzung nötig |
| US-CLOUD-Act-Risiko | Nein | Ja |
| Am besten geeignet für | Teams, die Suche & Internet nach europäischen Datenschutzanforderungen brauchen | Teams, die bereits stark im Google-Ökosystem investiert sind |
OpenCage passt, wenn …
- du einen Anbieter unter europäischem Datenschutzrecht willst
- die DSGVO oder Datenschutzvorgaben der öffentlichen Hand für dich gelten
- du lieber das europäische Tech-Ökosystem stärkst
Bleib bei Google Geocoding, wenn …
- du auf Integrationen angewiesen bist, die es nur im Google-Ökosystem gibt
- für deine Organisation keine Vorgaben zur EU-Datenhaltung gelten
- der Migrationsaufwand die Vorteile der Gerichtsbarkeit derzeit übersteigt
Über OpenCage
OpenCage ist eine Vorwärts- und Rückwärts-Geokodierungs-API, die Adressen, Ortsnamen und Koordinaten in strukturierte Standortdaten für Entwickler, Logistikteams und Produktentwickler umwandelt. Das 2014 in Münster, Deutschland, gegründete Unternehmen ist einer der am weitesten verbreiteten Geocoder für offene Daten und fasst OpenStreetMap und über 30 andere offene Datensätze in einer einzigen konsistenten API zusammen.
Die API gibt für jede Abfrage normalisierte Adressen, Ländercodes, Zeitzonen, Währung, Straßeninformationen, Konfidenzwerte und Anmerkungen (Mercator, OSM, Maidenhead, Wikidata) zurück. Für das Speichern, Zwischenspeichern oder Weiterverbreiten von Ergebnissen gelten keine Nutzungsbeschränkungen, ein bewusster Gegensatz zu Google und Mapbox, deren Bedingungen die langfristige Speicherung geokodierter Daten verbieten.
Hauptvorteile:
- Vorwärts- und Rückwärts-Geokodierung über OpenStreetMap und über 30 offene Datensätze
- Keine Einschränkungen beim Speichern oder Zwischenspeichern lieferte Geokodierungsergebnisse
- Konfidenzwerte für jedes Ergebnis zur Unterstützung automatisierter Arbeitsabläufe
- Umfassende Anmerkungen einschließlich Zeitzone, Währung, Straßeninformationen, Mercator- und Wikidata-IDs
- Bibliotheken für über 30 Sprachen, die als Open-Source-SDKs verwaltet werden
- Kostenloses Kontingent mit 2.500 täglichen Anfragen für Tests und Projekte mit geringem Volumen
- Transparente Preisgestaltung, skalierbar auf Millionen von Anfragen ohne versteckte Überschreitung
OpenCage hat seinen Hauptsitz in Münster, Deutschland, mit Servern in der Europäischen Union gemäß DSGVO und BDSG. Für die Nutzung der API sind keine personenbezogenen Daten erforderlich, zahlenden Kunden steht eine vollständige DPA zur Verfügung und die Abrechnung wird vollständig von einem deutschen Unternehmen abgewickelt.
OpenCage genießt das Vertrauen von UNICEF, Arcgis, der Deutschen Post und Tausenden von Entwicklern weltweit und ist die Referenzwahl für Teams, die einen zuverlässigen Geocoder für offene Daten mit freizügiger Lizenzierung und völlig souveränem EU-Hosting wünschen.
Warum OpenCage statt Google Geocoding?
Das entscheidende Argument ist die Gerichtsbarkeit. Google Geocoding hat seinen Hauptsitz in den Vereinigten Staaten. Personenbezogene Daten, die dort verarbeitet werden, können damit unter nicht-europäisches Recht fallen: den US-CLOUD-Act, FISA 702 oder je nach Anbieter vergleichbare Gesetze. Seit dem Schrems II-Urteil von 2020 müssen EU-Organisationen für jeden solchen Datentransfer eine Transferfolgenabschätzung durchführen.
OpenCage nimmt dir diesen Aufwand ab. Als Anbieter aus Deutschland unterliegt es EU-DSGVO, und die Daten bleiben standardmäßig im EU/EWR-Raum. Für regulierte Bereiche wie Gesundheit, öffentliche Verwaltung und Finanzen ist das keine Kür, sondern Vorgabe. Für alle anderen ist es eine Versicherung gegen Klumpenrisiko: Du hängst nicht von einer einzigen Rechtsordnung ab, die ihre Regeln ohne Vorwarnung ändern kann.