dnsforge vs. Commercial DNS
dnsforge ist eine europäische Alternative zu Commercial DNS: derselbe Anwendungsfall im Bereich Cloud & Hosting, mit Hauptsitz in Deutschland und unter EU-DSGVO, während Commercial DNS (Various) in den Vereinigten Staaten sitzt.
Von der EU-Alternatives-Redaktion EN Zuletzt aktualisiert am
Kostenloser öffentlicher DNS-Resolver aus Deutschland, der Werbung, Tracker und Malware auf DNS-Ebene filtert und auf jedem Gerät durch einfaches Ändern Ihrer DNS-Einstellungen verwendet werden kann.
- Gerichtsbarkeit
- EU / EWR
- Maßgebliches Datenschutzrecht
- EU-DSGVO
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Nein
- Open Source
- Nein
- Kostenloser Einstieg
- Nein
Bei einem Wechsel von Commercial DNS zählen vor allem Funktionsumfang, Datenmigration und Betriebsmodell. Die großen öffentlichen Resolver sind schnell, global verteilt und leicht zu merken, weshalb 8.8.8.8 und 1.1.1.1 in so vielen Routern landeten. Die europäischen Optionen unten sind nach Funktionsnähe und Relevanz geordnet.
- Gerichtsbarkeit
- Vereinigte Staaten
- DSGVO standardmäßig
- AVV + TIA nötig
- US-CLOUD-Act-Risiko
- Ja
dnsforge vs. Commercial DNS im Überblick
| dnsforge | Commercial DNS | |
|---|---|---|
| Hauptsitz | Deutschland | Vereinigte Staaten |
| Datenrechtsraum | EU / EWR | Vereinigte Staaten |
| Maßgebliches Datenschutzrecht | EU-DSGVO | Auftragsverarbeitungsvertrag + Transferfolgenabschätzung nötig |
| US-CLOUD-Act-Risiko | Nein | Ja |
| Am besten geeignet für | Teams, die Cloud & Hosting nach europäischen Datenschutzanforderungen brauchen | Teams, die bereits stark im Various-Ökosystem investiert sind |
dnsforge passt, wenn …
- du einen Anbieter unter europäischem Datenschutzrecht willst
- die DSGVO oder Datenschutzvorgaben der öffentlichen Hand für dich gelten
- du lieber das europäische Tech-Ökosystem stärkst
Bleib bei Commercial DNS, wenn …
- du auf Integrationen angewiesen bist, die es nur im Various-Ökosystem gibt
- für deine Organisation keine Vorgaben zur EU-Datenhaltung gelten
- der Migrationsaufwand die Vorteile der Gerichtsbarkeit derzeit übersteigt
Über dnsforge
dnsforge ist ein kostenloser öffentlicher DNS-Resolver aus Deutschland, der Werbung, Tracker und Schadsoftware auf DNS-Ebene filtert. Er lässt sich auf Geräten oder im Router durch Ändern der DNS-Einstellungen verwenden.
DNS-Anfragen werden mit Sperrlisten abgeglichen, bevor der Resolver eine Antwort zurückgibt. Dadurch können bekannte Werbe-, Tracking- und Schadsoftware-Domains netzwerkweit blockiert werden, ohne auf jedem Gerät eine eigene Erweiterung zu installieren.
Hauptvorteile:
- Öffentlicher Resolver DNS-Anfragen ohne eigenes Konto auflösen.
- Werbefilter Bekannte Werbedomains auf DNS-Ebene blockieren.
- Tracker-Blockierung Verbindungen zu gelisteten Tracking-Domains verhindern.
- Schadsoftwareschutz Bekannte bösartige Domains vor der Verbindung sperren.
- Netzwerkweite Einrichtung Den Resolver auf Geräten oder im Router konfigurieren.
- Kostenlose Nutzung Den öffentlichen Dienst ohne Abonnement verwenden.
dnsforge wird von einem Anbieter mit Sitz in Deutschland entwickelt. Damit unterliegt das Unternehmen den Datenschutz- und Verbraucherregeln der Europäischen Union.
Warum dnsforge statt Commercial DNS?
Das entscheidende Argument ist die Gerichtsbarkeit. Commercial DNS hat seinen Hauptsitz in den Vereinigten Staaten. Personenbezogene Daten, die dort verarbeitet werden, können damit unter nicht-europäisches Recht fallen: den US-CLOUD-Act, FISA 702 oder je nach Anbieter vergleichbare Gesetze. Seit dem Schrems II-Urteil von 2020 müssen EU-Organisationen für jeden solchen Datentransfer eine Transferfolgenabschätzung durchführen.
dnsforge nimmt dir diesen Aufwand ab. Als Anbieter aus Deutschland unterliegt es EU-DSGVO, und die Daten bleiben standardmäßig im EU/EWR-Raum. Für regulierte Bereiche wie Gesundheit, öffentliche Verwaltung und Finanzen ist das keine Kür, sondern Vorgabe. Für alle anderen ist es eine Versicherung gegen Klumpenrisiko: Du hängst nicht von einer einzigen Rechtsordnung ab, die ihre Regeln ohne Vorwarnung ändern kann.